Ist dehnen Quatsch?

Jüngste wissenschaftliche Studien haben das Dehnen vor und nach dem Sport in ein neues Licht gerückt. Dehnen nutzt weniger als bislang angenommen.

Jeder macht es, aber kaum einer weiß warum. Das Dehnen der Muskeln zum Aufwärmen vor sportlichen Aktivitäten soll, so die landläufige Meinung, das Verletzungsrisiko minimieren und zur Leistungssteigerung führen. Doch weit gefehlt, wissenschaftliche Studien belegen, dass das Dehnen diese Effekte nicht positiv beeinflusst.
Durch statisches Dehnen (Verweilen in einer Dehnposition) vor Sportarten, die schnelle und maximal kräftige Leistungen verlangen, wie zum Beispiel Sprünge und Sprints, nehme die Leistung sogar ab, erklärt Professor Jürgen Freiwald von der Bergischen Universität in Wuppertal. Ein gedehnter Muskel könne sich in der Folgezeit nicht mehr so schnellkräftig zusammenziehen.

Nach dem Sport verhindert das statische Dehnen nach der Aussage des Sportmediziners zudem die Regeneration der Muskulatur. Auch kann dadurch ein Muskelkater nicht gehemmt werden. Das Gegenteil ist eher der Fall: Durch das Dehnen werden Blutgefäße in der Muskulatur komprimiert und dadurch die optimale Blutversorgung eingeschränkt. Freiwald empfiehlt daher, nach intensiven sportlichen Belastungen auf das Dehnen zu verzichten.

Quelle: http://leben.freenet.de/gesundheit/ernaehrung/ist-dehnen-quatsch_765844_533122.html